ETH-Forscherinnen zeigen auf: Schwann-Zellen im peripheren Nervensystem stellen Fettsäuren zu einem grossen Teil selbst her, um Nervenfasern elektrisch zu isolieren. Entscheidend daran beteiligt ist ein Enzym. Fehlt es, ist die Isolation mangelhaft, und die Motorik wird geschädigt.Axone, die langen Fortsätze von Nervenzellen, welche die Nerven unseres peripheren Nervensystems bilden, sind wie Elektrokabel: Sie sind dick elektrisch isoliert, damit sie Reize vom Körper und Signale aus dem Hirn beispielsweise an einen Zeh rasch weiterleiten können.Diese Isolation namens Myelin besteht aus vielen…
Rechtzeitig erkannt ist Darmkrebs in den meisten Fällen heilbar. Fortgeschrittene Stadien lassen sich jedoch nur schwer unter Kontrolle bringen und in vielen Fällen wird der Tumor im Laufe einer Chemotherapie resistent. In der klinischen Studie REVEAL fahnden Wissenschaftler des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) am Klinikum der Universität München und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin nach den genetischen Ursachen. Biomarker-basierte Bluttests sollen helfen, Behandlungserfolg und Rückfallrisiko im Verlauf einer Therapie zu erkennen.Im DKTK verbindet sich das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg…
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität Berlin, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Universität Ulm haben gemeinsam die nasschemische Synthese von Graphen aus Graphit entscheidend vorangetrieben und dabei den zugrundeliegenden Mechanismus aufgeklärt. Dabei lösten sie das grundsätzliche Problem, eine einzelne Schicht von Graphen aus einem Graphitkristall herauszulösen. Dem Team um Prof. Dr. Siegfried Eigler von der Freien Universität Berlin gelang es, mithilfe chemischer Funktionalisierung einzelne Kohlenstofflagen von Graphit zu stabilisieren. Der Mechanismus wurde von der Gruppe um Prof. Dr. Bernd…
Eine Korrosionsschutz-Technologie vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung wurde einlizenziert, die auf neuesten Ergebnissen in der Nanotechnologie beruht. Die neuen Smart Pigments für die Verwendung in Korrosionsschutzbeschichtungen besitzen selbstheilende Eigenschaften und erhöhen die Schutzeffizienz der Beschichtungen bei gleichzeitig verbesserter Umweltverträglichkeit. Basis hierfür sind Mikro- und Nanobehälter, die mit organischen Korrosionsschutzmitteln gefüllt und mit einer Polyelektrolythülle verkapselt sind.Korrosion ist die von der Oberfläche ausgehende, durch einen unbeabsichtigten meist elektrochemischen Angriff hervorgerufene, nachteilige und qualitätsmindernde Veränderung eines Werkstoffs. Die Kosten, die durch…
Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben die Genome von fünf Neandertalern sequenziert, die vor 39.000 bis 47.000 Jahren lebten. Den Analysen zufolge sind diese späten Vertreter ihrer Art enger mit den Neandertalern verwandt, die Erbgut zu unseren modernen menschlichen Vorfahren beigetragen haben, als ein älterer Neandertaler aus dem Altai-Gebirge, dessen Genom die Forscher zuvor sequenziert hatten. Die neue Untersuchung liefert auch Hinweise darauf, dass gegen Ende der Neandertaler-Geschichte ein Bevölkerungsaustausch stattgefunden hat.Knochen und Zähne, die Jahrtausende im…
Bakterielle Sporen speichern Informationen zur individuellen Wachstumsgeschichte ihrer Vorläuferzellen und verfügen somit über ein „Gedächtnis“, das die verschiedenen Phasen des Lebenszyklus von Bakterien miteinander verbindet. Dies hat ein interdisziplinäres Forscherteam um Dr. Ilka Bischofs vom BioQuant-Zentrum der Universität Heidelberg in einer aktuellen Studie gezeigt. Das „Gedächtnis“ der Sporen könnte für das Auftreten verschiedener Anpassungsmerkmale von Mikroben verantwortlich sein. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.„Um mit schwankender Nährstoffverfügbarkeit zurechtzukommen, können viele Bakterien zwischen zwei Zustandsformen wechseln“, erklärt Dr.…
Bäume wachsen in einer artenreichen Nachbarschaft zumeist entschieden besser als etwa in Monokulturen. Das haben Wissenschaftler eines Forschungsverbundes, dem auch die Leuphana Universität Lüneburg angehört, jetzt nachgewiesen. Überraschend für die Forscher war die Einsicht, dass sich die Bäume in unmittelbarer Nachbarschaft sogar gegenseitig unterstützen können. Sie wachsen unter solchen Bedingungen nicht nur schneller, sondern produzieren auch noch mehr Holz. Die Entdeckung dieses Zusammenhangs könnte weitreichende Folgen für Naturschutz und Forstwirtschaft haben, davon sind die Autoren der Studie überzeugt. Ihre Forschungsergebnisse…
Sie gehören zu den ältesten Organismen der Erde und spielen eine wichtige Rolle in vielen Ökosystemen der Erde. Dennoch ist es nach wie vor schwierig, Fossilien zweifelsfrei als Blaualgen zu identifizieren. Grund dafür ist ihre unauffällige Karbonathülle. Ein Masterstudent der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat nun eine Methode entwickelt, die bei der Zuordnung helfen kann.Die meisten Organismen, die einst auf der Erde gelebt haben, sind ausgestorben. Nicht nur einzelne Arten, sondern ganze Artenfamilien und übergeordnete Gruppen von Spezies sind für immer…
Nicht nur beim Menschen lässt das Gedächtnis mit zunehmendem Alter nach. Auch Tiere entwickeln eine altersabhängige Gedächtnisschwäche, so auch die Fruchtfliege Drosophila melanogaster. Im mittleren Lebensalter zwischen 30 und 40 Tagen zeigen die Insekten Defizite beim mittel- und langfristigen Geruchsgedächtnis. Aber auch das kurzfristige Orientierungsgedächtnis leidet unter Altersschwäche, fanden Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) heraus. Wie sie feststellten, steht ein Protein, das bei der Alzheimer-Krankheit eine wichtige Rolle spielt, in seiner natürlichen Funktion ebenfalls bei Drosophila im Zentrum des…
Jedes Kind kennt Origami. Die fernöstliche Faltkunst ermöglicht es, aus einem flachen Blatt Papier teilweise sehr komplexe Formen zu falten. Origami kommt aber auch in der Natur vor. Eines der aussergewöhnlichsten Beispiele dafür ist der Flügel des Ohrwurms. Er übertrifft menschgemachte Faltkunstwerke bei weitem.Der offene Flügel des Ohrwurms ist mehr als zehnmal grösser als der geschlossene – ein Weltrekord im Tierreich. Die grosse Tragfläche erlaubt es dem Insekt zu fliegen. Und dank der kompakten Packung kann es auch in unterirdischen…
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