Physiker aus Dresden und Würzburg haben eine neuartige Methode für die optische Mikroskopie entwickelt. Mit Hilfe biologischer Motoren und einzelner Quantenpunkte erzeugen sie ultra-hochaufgelöste Bilder.Die Auflösung konventioneller optischer Mikroskopie ist durch das fundamentale physikalische Prinzip der optischen Beugung auf etwa die halbe Wellenlänge des Lichts begrenzt: Ist die Entfernung zweier Objekte kleiner als dieses sogenannte „Beugungslimit“, können diese optisch nicht mehr voneinander getrennt werden – das Bild erscheint „verschwommen“. Für Darstellungen im Bereich weniger Nanometer reicht das nicht aus.Nano-Sonden wandern…
 Forscher des Exzellenzclusters "Cells in Motion" der Universität Münster haben einen neuen Ansatz entwickelt, mit dem sie wichtige Modifikationen an der Boten-RNA verorten können. Dabei arbeiteten Biochemiker und Molekularbiologen interdisziplinär zusammen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Angewandte Chemie" (International Edition) erschienen.Was passiert in einer Zelle, wenn genetische Information in Proteine übersetzt wird? Um diesen Vorgang zu untersuchen, sehen sich Forscher insbesondere ein Biomolekül in der Zelle genauer an: die Boten-Ribonukleinsäure, kurz mRNA. Sie ist für alle Prozesse der Zelle…
In der Nacht zum 26. April um 0:38 Uhr japanischer Zeit (MEZ+8) ist es zum ersten Mal gelungen, im SuperKEKB-Teilchenbeschleuniger am Forschungszentrum KEK in Tsukuba (Japan) beschleunigte und gespeicherte Elektronen und Positronen zur Kollision zu bringen. Der am Wechselwirkungspunkt installierte Belle II-Detektor zeichnete dabei erste Ereignisse durch die Annihilation von Elektronen und Positronen (Materie-Antimaterie-Vernichtung) aus den beiden Strahlen auf, bei denen neue Teilchen, unter anderem auch Bottom/Anti-Bottom-Quark-Paare, erzeugt wurden. Zudem ließen sich andere hadronische und Bhabha-Streuereignisse beobachten. Dies waren die…
 Mit Wassermangel kommt Getreide viel besser zurecht als andere Pflanzen. Warum das so ist, haben Würzburger Forscher nun herausgefunden. Ihr Wissen könnte zur Züchtung von Nutzpflanzen führen, die resistenter gegen Trockenheit sind.Ob Gerste, Weizen, Mais oder Reis: Alle diese Pflanzen gehören zu den Gräsern. Für die Ernährung der Weltbevölkerung sind sie sehr bedeutsam. Die Landwirtschaft erzeugt aus Gräsern 80 Prozent aller pflanzlichen Nahrungsmittel. Dieser Erfolg liegt unter anderem darin begründet, dass Gräser schneller als andere Pflanzen auf Trockenheit reagieren und…
Masern, Mumps, Grippe und sogar Krebs – Viren verursachen zahlreiche Krankheiten und stellen ein enormes Gesundheitsrisiko dar. In den winzigen Partikeln schlummert jedoch ein gewaltiges Potenzial: Können sie auch für die Krebsmedizin nutzbar gemacht werden? Wissenschaftler des Universitätsklinikums Münster gehen dieser Frage nach. Ihr Ansatz: Influenzaviren gegen Lungentumore einsetzen. Diese sogenannten „onkolytischen“ Viren befallen die Tumorzellen und zerstören diese. Zusätzlich stimulieren sie das Immunsystem. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt das Forschungsprojekt mit rund 259.000 Euro.Viren sind winzig - nur unter dem…
Ob Urlaubsfotos oder geschäftskritische Datenbanken – einen Cloud-Dienst zu nutzen, bedeutet, dem Anbieter zu vertrauen. Das fällt leichter, wenn dessen Sicherheitsmaßnahmen zertifiziert sind, allerdings ist der Markt an Cloud-Service-Anbietern und Zertifizierungen unüberschaubar. Das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte Forschungsprojekt AUDITOR will hier Klarheit schaffen: Die Projektpartner erarbeiten eine Datenschutzzertifizierung von Cloud-Diensten, die auf Basis der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als Standard europaweit zum Einsatz kommen soll.Ob Urlaubsfotos oder geschäftskritische Datenbanken – einen Cloud-Dienst zu nutzen, bedeutet, dem Anbieter zu…
Im Rahmen des DAI-Projekts in der Oase Tayma im Nordwesten Saudi-Arabiens untersuchte ein interdisziplinäres Team rund um Barbara Huber Rückstände von Weihrauch, die aus mehr als 60 Weihrauchbrennern der Oase stammen. Huber und ihren Kolleg*innen aus dem Tayma-Projekt (A. Hausleiter), dem Referat Naturwissenschaften des DAI (M. Dinies) sowie des Instituts für Ökologie der Technischen Universität Berlin (J. Christopher, I. Säumel, Th. L. Huong Pham) gelang im Labor der Nachweis, dass in Tayma unterschiedliche Aromata für die Erzeugung von Wohlgerüchen verwendet…
Plastische Verformung und Pulververarbeitungstechniken werden gebraucht, um kostengünstig nanostrukturierte Materialien mit maßgeschneiderter Zusammensetzung herzustellen. Diese Verfahren ermöglichen zudem Metalle zu kombinieren, die sich mit herkömmlichen Verfahren nicht mischen lassen. Dass plastische Hochverformung zur Legierungsentwicklung bisher nicht großflächig industriell verwendet wird, liegt am Sauerstoff, der während des Mischens der Pulver und während der plastischen Verformung in die Pulver beziehungsweise die Legierung hineindringt und ihre Morphologie, mechanischen Eigenschaften und thermische Stabilität beeinflusst. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE), vom Österreichischen Erich-Schmid-Institut für…
Vitamine dienen in der menschlichen Zelle oft als Vorläufer für so genannte Kofaktoren, zentrale Bestandteile von Enzymen. Zu diesen Kofaktoren zählen die Flavine, die der Organismus von Vitamin B2 ableitet. Ein Team um Dr. Robin Teufel und Dr. Raspudin Saleem-Batcha vom Zentrum für Biosystemanalyse der Universität Freiburg hat nun erstmals im Detail gezeigt, wie Sauerstoff mit dem Flavin eines Enzyms interagiert und somit dessen Funktionsweise offenbart. Die Forscher haben ihre Ergebnisse im Fachjournal „Proceedings of the National Academy USA (PNAS)“…
Sonnen-Protuberanzen bestehen aus einem Plasma elektrisch leitfähiger Ionen und Elektronen, das sich nur sehr eingeschränkt im Magnetfeld bewegen kann. Protuberanzen-Wolken schweben daher oftmals wochenlang hoch über derselben Stelle der Sonnenoberfläche. Ein wichtiges Maß für die Beschreibung dieses Plasmas ist die Dichte der freien Elektronen, die bislang für Sonnen-Protuberanzen mit Ungenauigkeiten behaftet ist. Wissenschaftler haben nun die Elektronen-Dichte aus dem Helligkeits-Verhältnis zweier Spektral-Linien neu ermittelt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Solar Physics erschienen.Hierzu verglichen die Astrophysiker eine Emissions-Linie des neutralen…
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