Forschende am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben die Materialeigenschaften und Isotopensignaturen typischer Nahrungspflanzen von Schimpansen aus Regenwald und Savanne untersucht und festgestellt, dass der Selektionsdruck auf den Kauapparat bei Savannen-Schimpansen aufgrund der zäheren Kost deutlich größer zu sein scheint als bei Regenwald-Schimpansen. Da der Lebensraum unserer menschlichen Vorfahren dem heute lebender Savannen-Schimpansen ähnelte, war möglicherweise auch das Gebiss früher Homininen in Afrika vergleichbaren Selektionsdrücken ausgesetzt.In der Gruppe der Menschenaffen sind Schimpansen allgemein als Früchtefresser bekannt, wobei sie sich…
Ein höherer Salzkonsum führt noch nicht automatisch zu einem Herzinfarkt oder Hirnschlag. Eine Vergleichsstudie mit 18 Ländern belegt, dass Salz zwar den Blutdruck erhöht, nicht aber zwingend das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Die Kardiologie am Inselspital hat die Ergebnisse für «The Lancet» eingeordnet.Wer viel Salz isst, erhöht früher oder später seinen Blutdruck. Das ist seit mehr als einem Jahrhundert bekannt und durch zahlreiche wissenschafliche Publikationen untermauert. Ärztinnen und Ärzte warnen daher vor einem exzessiven Salzkonsum und die Weltgesundheitsorganisation, European Society…
Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für…
Seit dem 16. Jahrhundert befindet sich ein mysteriöser Papyrus in Basel. Beidseitig in Spiegelschrift beschrieben, hat er Generationen von Forschern ein Rätsel aufgegeben. Ein Forschungsteam der Universität Basel hat nun herausgefunden, dass es sich dabei um eine unbekannte medizinische Schrift aus der Spätantike handelt. Der Text stammt wahrscheinlich aus der Feder des berühmten römischen Arztes Galen.Die Basler Papyrussammlung umfasst 65 Schriftstücke in fünf Sprachen, die im Jahr 1900 von der Universität zum Zweck der Lehre in den Altertumswissenschaften angekauft wurden…
Ein HZB-Team hat an der EDDI-Beamline an BESSY II einen raffinierten Präzisions-Drehtisch entwickelt und mit einer besonderen, schnellen Optik kombiniert. Damit konnten sie die Porenbildung in Metall-Körnern während des Aufschäumens mit 25 Tomographien pro Sekunde dokumentieren – ein Weltrekord.Die Qualität vieler Werkstoffe hängt vom Herstellungsprozess ab. So spielt beim Gießen oder Schweißen eine Rolle, wie rasch die Schmelze erstarrt. Auch bei metallischen Schäumen kommt es darauf an, wie das Aufschäumen abläuft. Um diese Prozesse zu beobachten, sind besonders schnelle Untersuchungen…
Makrophagen, sogenannte Fresszellen, sind für die Immunantwort des Organismus zuständig: Sobald Krankheitserreger in den Körper gelangen, werden sie durch Makrophagen vernichtet. Forscher der Leipziger Universitätsmedizin haben nun herausgefunden, dass die Zellen funktionell verändert sind, wenn ein bestimmtes Gen ausgeschaltet ist. Diese Erkenntnis aus der Grundlagenforschung kann nun gezielt genutzt werden, um die Entstehung von Arteriosklerose, Krebs oder Adipositas besser zu verstehen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden kürzlich im Fachmagazin Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.Sie überleben nur 30 bis 90 Tage…
Eiswürfel im Kühlschrank oder Eiszapfen an der Dachrinne sind vertraute Alltagsbeispiele für gefrorenes Wasser. Physikalisch gesehen, handelt es sich dabei um eine von insgesamt 17 bekannten Arten von Eis. Diese unterscheiden sich durch ihre Kristallstrukturen und Entstehungsbedingungen und werden als Eisphasen bezeichnet. Forschern am Bayerischen Geoinstitut (BGI) der Universität Bayreuth ist es jetzt im Labor gelungen, einen vor mehr als vier Jahrzehnten vorhergesagten, doch bisher nie bewiesenen Übergang zwischen zwei Eisphasen zu erzeugen und zeitgleich zu beobachten. In "Nature Communications"…
"Chorwellen" heißen so, weil sie klingen wie der Vogelchor im Morgengrauen. Tatsächlich jedoch sind es elektromagnetische Wellen, die über der Erde Polarlichter verursachen, aber auch Satelliten beschädigen können. Ein Team von Forschenden um Yuri Shprits vom Deutschen GeoForschungsZentrum hat nun nachgewiesen, dass es um den Jupitermond Ganymed herum zu einer millionenfachen Verstärkung eben jener Chorwellen kommt. Die Ergebnisse liefern wertvolle Beobachtungsdaten, die als Vergleich und Randbedingung für Modellrechnungen zu Magnetfeldverstärkungen herangezogen werden können. Die Arbeit erscheint in Nature Communications.Wer den…
Haie gehören zu den Top-Räubern der Weltmeere. Die hohe Diversität an unterschiedlichen Zahnformen, die stets optimal an die Lebensweise und die Beutetiere angepasst sind, hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Eine internationale ForscherInnengruppe um Patrick L. Jambura von der Universität Wien hat sich in einer neuen Studie mit den "inneren Werten" von Haizähnen befasst und entdeckte dabei, dass der Fossilhai eine einzigartige Zahnstruktur hat. Die Ergebnisse werden aktuell im Fachjournal "PLOS ONE" veröffentlicht.Haie besitzen Kiefer mit einem permanenten Zahnwechsel, der…
Ökosysteme sind gewaltige Netzwerke, in denen Tier- und Pflanzenarten vielfältig miteinander zusammenhängen. Dieses Teamwork zwischen den Arten ist besonders bei Bestäubung und Samenausbreitung wichtig. Wie eine Studie unter der Leitung von Senckenberg-WissenschaftlerInnen zeigt, entscheiden klimatische Bedingungen darüber, ob Pflanzen- oder Tierarten das Zusammenspiel in diesen Netzwerken bestimmen. Die Studie ist soeben im Fachmagazin „Nature Communications“ erschienen.Der tropische Regenwald mit seinem immerfeuchten Klima quillt über vor unterschiedlichen Pflanzenarten. Mit ihren großen und kleinen Blüten, flachen und tiefen Kelchen bieten diese Pflanzen…
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