Biologische Bodenkrusten schützen den Boden, beschleunigen die Bodenbildungsraten und tragen zu biogeochemischen Nährstoffzyklen bei, indem sie atmosphärischen Kohlenstoff (C) und Stickstoff (N) binden. Zwar zählen sie optisch zu den unscheinbarsten Lebensgemeinschaften in der Natur, sind jedoch wichtig für die natürlichen Kreislaufprozesse. Gemeinsam mit internationalen Kollegen haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie nun erstmals eine Weltkarte über das Vorkommen biologischer Bodenkrusten erstellt. Mithilfe dieser Karte und Vorhersagen über die Auswirkungen des globalen Wandels errechneten sie, dass bis zum Jahr 2070 vorraussichtlich…
 Wie Korallen bleichen auch Foraminiferen in tropischen Riffen bei steigender Wassertemperatur. In der Forschung können die Einzeller helfen, die Folgen des Klimawandels auf kalkbildende Organismen zu untersuchen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bremen und Dortmund haben nun analysiert, wie tropische Foraminiferen und deren symbiontische Algen auf molekularer Ebene mit steigender Meerestemperatur umgehen. Durch neue proteomische Methoden ist es ihnen erstmals gelungen, die Reaktionen von Wirt und Symbiont auf Hitzestress zu unterscheiden. Die Ergebnisse des im Leibniz-Wettbewerb geförderten Projekts wurden jetzt im…
Die Schaffung eiszeitlicher Wandkunst galt bisher als letztes exklusives Kennzeichen des anatomisch modernen Menschen. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Sonderforschungsbereiches (SFB) 806 ‚Our Way to Europe‘ der Universität zu Köln belegt nun in drei spanischen Höhlen, dass tatsächlich Neanderthaler die eigentlichen Schöpfer der ältesten Höhlenkunst waren. Über die kognitiven Fähigkeiten von Neanderthalern im Vergleich zu denen des modernen Menschen wird in der Forschung seit Jahren kontrovers diskutiert.Bei der Untersuchung von Höhlenkunst spielt die Altersbestimmung eine zentrale Rolle. „Höhlenkunst genau…
Die Grippewelle überrollt seit Jahresbeginn die Region Hannover mit allen Konsequenzen, die das für Arztpraxen und Krankenhäuser hat. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die seit Januar mit Grippesymptomen in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) eingeliefert worden sind, ist von Woche zu Woche gestiegen. Im gleichen Umfang hat in diesem Zeitraum die Zahl der Herzinfarkt-Patienten zugenommen. „In unserer Zentralen Notaufnahme haben wir seit Jahresbeginn bei Patienten mit Grippesymptomen einen Anstieg von mehr als einem Drittel verzeichnet zum Vergleichszeitraum des Vorjahres“,…
Externe mechanische Einwirkung kann chemische Reaktionen maßgeblich beeinflussen und sogar neue Transformationen jenseits etablierter Ansätze ermöglichen. Zu den Strategien, Reaktionen so zu steuern, gehören bisher vor allem eindimensionale Polymere, die man mechanischem „Stress“ z. B. durch Strecken aussetzt. Allerdings gelang es bisher nicht, mit gleichverteilten (also dreidimensionalen) „Stress“, wie er z. B. mit hydrostatischem Druck erzeugt wird, Reaktionen zu steuern. Genau dies konnte nun ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts für Organische Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen (Prof. Dr.…
Ein zentrales Element bei so verschiedenen technologischen Fragestellungen wie dem Korrosionsschutz, Batteriematerialien, oder der Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse oder Brennstoffzellen ist die Kontaktstelle zwischen leitfähigen Elementen - dem Elektrolyt und der festen Elektrode an der eine Spannung angelegt wird.Trotz ihrer Bedeutung für eine Vielzahl von Schlüsseltechnologien, weiß man bisher kaum etwas über den atomaren Aufbau der Grenzfläche zwischen Elektrode und Elektrolyten. Insbesondere die atomare Struktur der festen Elektrode hat entscheidenden Einfluss auf die chemischen Reaktionen, die an der Grenzfläche…
Biogene Schwefelsäure-Korrosion schädigt Kanal- und Abwassersysteme, versursacht hohe Kosten und ist gesundheitsgefährdend. Forscher der beiden österreichsichen Universitäten TU Graz und Uni Graz zeigen in Water Research neue Materialien, die den Korrosionsprozess verhindern.Abwassersysteme sind eine zentrale Infrastruktureinrichtung jeder Kommune. Idealerweise funktionieren sie einwandfrei und sind langlebig. Biogene Umsetzungsprozesse in Kanal- und Klärsystemen sind jedoch „natürliche Feinde“ herkömmlicher Anlagen und verursachen oftmals hohe Kosten durch Schäden an Bauteilen aus Beton und Metall. So haben Abwassersysteme nicht selten eine Lebensdauer von weniger als…
Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang hat es einen weiteren Dopingfall gegeben. Immer wieder bei wichtigen sportlichen Ereignissen entflammt die Diskussion um das Thema Doping aufs Neue. In diesem Jahr wurde besonders die Manipulation der Dopingproben diskutiert: Denn einige Behälter für den Urin ließen sich nachträglich öffnen, ohne Spuren zu hinterlassen. Sportpsychologin Prof. Dr. Anne-Marie Elbe von der Universität Leipzig befasst sich schon seit Jahren mit dieser Problematik.Konkret forscht sie an der Akzeptanz eines sogenannten Urin-Markers, der die Dopingkontrollen der…
Anhand der Verbreitung von Artefakten versuchen WissenschafterInnen Wanderungsbewegungen unserer Vorfahren zu ermitteln. In der größten Untersuchung von alter DNA, die jemals durchgeführt wurde, enthüllte ein internationales Team mit dem Anthropologen Ron Pinhasi von der Universität Wien die komplexe Geschichte hinter den bestimmenden Zeitaltern der europäischen Urgeschichte. Die WissenschafterInnen konnten zeigen, dass die großräumige Verbreitung des "Glockenbecherphänomens" am Übergang zwischen Jungsteinzeit und Bronzezeit sowohl durch die Weitergabe von Ideen als auch durch Migration erfolgte. Die Studie dazu erscheint aktuell am Cover…
Manche Tiere erweitern ihre Sinne, indem sie aktiv Signale aussenden und aus den Reflexionen naher Objekte ihre Umgebung oder zum Beispiel Beutetiere ausmachen – gut untersuchte Beispiele sind die Echoortung mit Ultraschalllauten bei Fledermäusen und Delfinen sowie die Elektroortung bei manchen Fischen. Die Lichtortung, also das aktive Aussenden von Lichtstrahlen und die Auswertung der Reflexion, ist bisher nur von Tiefseefischen bekannt, die chemisch erzeugtes Licht als Suchscheinwerfer im Dauerdunkel der tiefen Ozeane nutzen. Nun hat Professor Nico Michiels vom Institut…
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