Um essbare Wurzeln und Knollen auszugraben, nutzen Schimpansen nicht nur ihre Hände, sondern auch spontan Werkzeuge ‒ selbst dann, wenn sie diese Verhaltensweise nie erlernt haben. Dies konnte ein Team der Universitäten Tübingen, Oslo (Norwegen), Linköping (Schweden) und Wisconsin-Madison (USA) mit einer im Zoo durchgeführten Studie zeigen. Dabei wurde auch erstmals gefilmt, wie Schimpansen Werkzeuge zum Graben benutzen. Die Studie wurde im Fachmagazin PLOS ONE veröffentlicht.Alba Motes-Rodrigo vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen und Kollegen führten die…
Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der kooperativen Leitung des TUD Biologen Prof. Klaus Reinhardt hat neue Erkenntnisse zur Evolution der Bettwanzen in der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht.Über fünfzehn Jahre lang scheuten sie kein Abenteuer um Bettwanzenproben auf der ganzen Welt zu sammeln: sie mussten in afrikanische Fledermaushöhlen klettern oder steile Vogelfelsen in Südostasien besteigen, um an die kleinen Biester zu gelangen. Doch Aufwand und Mühe haben sich gelohnt: die neue Studie des internationalen Teams von Wissenschaftlern unter…
In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Matthias Karg am Institut für Physikalische Chemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) entstehen ultradünne, hochgeordnete Schichten von Hydrogelkugeln, in denen Gold- oder Silberpartikel eingeschlossen sind. Diese Strukturen sind für Anwendungen in der Optoelektronik – der Informations- und Kommunikationstechnik auf Grundlage von Licht – und Nanophotonik interessant. Ergebnisse zu einem wichtigen Schritt in Richtung sogenannter „plasmonischer Nanolaser“ veröffentlichen die Forscher in der Fachzeitschrift ACS Applied Materials & Interfaces.Die Arbeitsgruppe „Kolloide und Nanooptik“ um Prof. Dr. Matthias…
Wichtige chemische Reaktionen der Atmosphäre sind jetzt mit sehr empfindlichen Geräten erstmals im Labor direkt zu beobachten. Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) konnten erste Zwischenprodukte der Reaktion von Hydroxyl-Radikalen mit Isopren gemessen werden. Beide Stoffe spielen eine wichtige Rolle für Klima und Luftqualität: Das Hydroxyl-Radikal gilt als „Waschmittel der Atmosphäre“. Isopren ist nach Methan der zweithäufigste Kohlenwasserstoff. Dadurch wird eine bessere Beschreibung der Isopren-Reaktionen in den Atmosphärenmodellen möglich, schreibt das Team von TROPOS, Universität Helsinki und Universität Innsbruck im Journal…
Die Relaisstation des Gehirns, die Substantia nigra, beherbergt verschiedene Arten von Nervenzellen und ist für die Ausführung von Bewegungen zuständig. Die Forschungsgruppe von Prof. Kelly Tan am Biozentrum der Universität Basel hat nun zwei dieser Zellpopulationen genauer charakterisiert und konnte ihnen jeweils eine genaue Funktion zuordnen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind jetzt in «Cell Reports» veröffentlicht.Egal ob wir unsere Arme, Beine oder den gesamten Körper bewegen, alles wird zentral von unserem Gehirn gesteuert. Dabei spielen verschiedene Hirnregionen und ihre Netzwerke…
Forscher der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) sowie der LMU München beschreiben einen bislang unbekannten Vogel aus dem oberen Jura – es ist erst der zweite bekannte flugfähige Vogel aus dieser Periode überhaupt, neben dem berühmten Archaeopteryx.Der Thron des Archaeopteryx wackelt. Seit im Jahr 1861 das erste Fossil des Urvogels gefunden wurde, gilt er als einziger Vogel aus der erdgeschichtlichen Periode des Jura. Er belegt als Übergangsform zwischen Reptilien und Vögeln, dass die heutigen Vögel direkte Nachfahren von…
Ein Ansatz auf dem Weg zu neuen Arzneimitteln gegen Viruserkrankungen ist die Suche nach Zellbestandteilen des Wirts, die die Viren für ihr Eindringen und ihre Vermehrung benötigen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) entdeckten in einem internationalen Forschungsverbund, dass ABCE1, einem Mitglied der ABC-Transporter-Proteinfamilie, eine Schlüsselrolle bei der Proteinsynthese aller drei Virustypen nachkommt. Über die Forschungsergebnisse berichtet mBio in seiner Online-Ausgabe vom 14.05.2019.Nach wie vor stehen nur wenige Therapieoptionen bei schweren Viruserkrankungen zur Verfügung. Forschende des Paul-Ehrlich-Instituts um Prof. Veronika…
Qualvoll verendete Meeresvögel mit einem Bauch voller Plastikmüll; Plastikansammlungen so gross wie Inseln: Bilder wie diese hat heute praktisch jeder schon gesehen. Doch es gibt auch Plastikteile, die von Auge kaum sichtbar sind – Mikroplastik. Die Gefahr, die diese winzigen Teile bergen, ist bis anhin kaum erforscht. Forscher der Empa haben nun die weltweit erste Risikoabschätzung für Mikroplastik in Seen und Flüssen durchgeführt. In Europa, so das Fazit der Studie, sind aquatische Organismen zurzeit (noch) nicht akut gefährdet.So klein wie…
Der im Forschungszentrum Jülich entwickelte Alzheimer-Wirkstoff-Kandidat PRI-002 hat die Phase I der klinischen Forschung in gesunden Freiwilligen erfolgreich durchlaufen. Bei einer täglichen Verabreichung über einen Zeitraum von vier Wochen erwies sich der Wirkstoff als sicher für die Anwendung im Menschen. Der nächste Meilenstein ist nun der Nachweis der Wirksamkeit im Patienten in der klinischen Phase II."Der Wirkstoffkandidat PRI-002 hat bereits im Sommer 2018 seine Sicherheit und Verträglichkeit bei einmaliger Anwendung im Menschen unter Beweis gestellt – und zwar bis zur…
Eine neue Bärtierchen-Art wurde von Dr. Ralph Schill vom Institut für Biomaterialien und biomolekulare Systeme der Universität Stuttgart entdeckt. Es handelt sich um die nun als Milnesium inceptum bezeichnete Bärtierchenart, abgeleitet von dem lateinischen Begriff für Pionier oder Initiator. Gleichzeitig klassifizierte Schill zusammen mit Kollegen aus England, Polen und Japan eine andere Bärtierchenart, Milnesium alpigenum, die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieben, aber nicht mehr als Präparat vorhanden war, neu als Neotyp.Bärtierchen sind Überlebenskünstler. Sie kommen in unterschiedlichsten Lebensräumen vor…
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